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Schnelle Gemüsesuppe mit Grießklößchen



Es ist fast ein Wunder, aber mein ältester Sohn isst gerne Gemüsesuppe. So gern, dass es Gemüsesuppe als Abendessen an seinem Geburtstag gab. Ich bin immer sehr froh, wenn ich auf diese Weise Grünzeug in ihn hinein bekomme. Obwohl es etwas Schnippelarbeit ist, finde ich diese Suppe furchtbar praktisch, wenn ich sonst keine Idee habe, was es zu essen geben könnte. Oft habe ich einen Suppenbund zu Hause (den kann man schließlich immer mal gebrauchen) und auch die Zutaten für die Klöße stehen meistens bereit.

Mein Mann freut sich natürlich immer riesig über Fleischklößchen in der Suppe, aber Zutaten dafür sind nicht immer im Haus und ich finde es schön, wenn ein Gericht auch Mal vegetarisch ist.

Wenn meine Oma Suppe gekocht hatte, gab es oft gekaufte Fleisch- und Mehlklößchen und selbstgemachte Grießklößchen dazu. Letztere waren einfach oberlecker. Ich wusste lange nicht, wie einfach die eigentlich zu machen sind. Hier kommt sie also, meine einfache schnelle Gemüsesuppe mit Omas Grießklößchen.

Erkältungscocktail - mit Orange und Ingwer



Ich weiß nicht, wie es um euren Freundeskreis steht, aber in meiner Umgebung sind momentan alle erkältet. Auch meine kleine Familie liegt komplett danieder und ist am Schniefen und Husten.

Gefühlt hilft bei einer ausgewachsenen Erkältung kaum etwas, damit man schneller wieder gesund ist. Eine Erkältung dauert eben so lange, wie sie dauert. Zugegeben, ich glaube, auch dieser Cocktail beschleunigt die Genesung nicht, aber er schmeckt richtig frisch und lecker und lässt einen sich gut fühlen.

Gemopst habe ich mir das Rezept von meinem Bruder, der gerade auch etwas schniefig ist. Und der wiederum hat den Tipp von seinem Küchenchef bekommen. Mein Bruder hat dieses Getränk am Geburtstag meiner Mutter serviert, damit es allen Schniefnasen besser gehen möge und auch alle Nicht-Schniefnasen waren von dem Erkältungscocktail hellauf begeistert. Meine Mutter möchte das Getränk nun sogar "immer machen". Diesen heißen Cocktail solltet ihr an kalten Tagen also unbedingt mal ausprobieren.

Gebrannte Mandelcreme



Für einige kommt dieses Rezept vielleicht etwas zu spät, Weihnachten ist vorbei. Aber ich könnte gebrannte Mandeln das ganze Jahr über essen. Egal ob auf Weihnachts- oder Jahrmärkten oder irgendwelchen anderen Festen, auf denen ein Süßkramwagen steht.

Ich hatte mich schon oft gefragt, ob man gebrannte Mandeln eigentlich auch zu Mus verarbeiten kann oder ob die harte Kruste das Vorhaben unmöglich macht. Endlich habe ich es ausprobiert. Zuerst nur mit einer kleinen Menge, dann auch mit einer normalen Portion.

Es hat super geklappt, auch wenn meine Gerätschaften sicherlich nicht optimal sind und man das Ganze bestimmt noch etwas feiner hinbekommt. Die Mandelcreme schmeckt aber tatsächlich so, wie ich es mir gewünscht hatte. Nach Weihnachtsmarkt, nach Jahrmarkt, nach Süßkrambude. Ich benutze die Creme gern als Aufstrich auf Brot und Brötchen oder verfeinere damit Shakes, Getränke oder Gebäck. Vielleicht fällt euch ja auch noch ein toller Verwendungszweck ein?

Gebrannte Grießsuppe



Gerichte aus der Kindheit sind ja immer etwas ganz Besonderes. Man verbindet mit ihnen Erlebnisse und Erinnerungen und oft muss das Gericht auch ganz genauso schmecken, wie man es kennt. Die weltbesten Pfannkuchen sind eben nicht so gut wie die, die Oma immer gemacht hat.

Mein Mann erzählte mir, dass seine Mutter früher ab und zu Grießsuppe gekocht hätte. Und die wiederum kannte das Rezept schon von ihrer Großmutter. Grieß in Verbindung mit Suppe verband ich immer eher mit etwas Süßem, wie z.B. Fliedersuppe mit Grießnocken. Und süße Hauptgerichte sind meistens nicht so mein Ding. Aber er versicherte mir, dass die Suppe herzhaft würzig sei. Sogleich fragte er seine Mutter nach dem Rezept, doch genau wie bei meiner Mutter bekam er nur eine grobe Zutatenliste und eine Anleitung.

Wir recherchierten also etwas, probierten aus und gleich beim ersten Versuch erhielten wir ein wirklich köstliches Ergebnis. Eigentlich sind die Zutaten so simpel, trotzdem schmeckt die Suppe richtig gut. Ich glaube, das liegt daran, dass der Grieß richtig schön angeröstet wird. Die Maggi-Würze haben wir übrigens extra für diesen Anlass besorgt. Eigentlich war diese nämlich längst aus unseren Regalen verschwunden. Aber das Original-Familienrezept verwendete die Würze, also musste das auch bei uns hinein.

Die Grießsuppe hat es jetzt auf jeden Fall auch in unser Familien-Repertoire geschafft und wir haben sie seitdem schon häufig gegessen. Sie ist nicht nur lecker, sondern auch noch echt schnell gemacht, man hat die Zutaten meist im Haus und sie ist etwas für den kleinen Geldbeutel. Es lohnt sich wirklich, die Suppe auszuprobieren.

Kirschkuchen mit Mandelboden



Mein Mann und ich haben uns im letzten halben Jahr eine furchtbar schlechte Gewohnheit angeeignet. Aber der Reihe nach. Im Jahr 2017 ist für uns so unheimlich viel passiert. Wir wurden schwanger, wir haben geheiratet (war das ein tolles Fest!), wir sind aus unserer Studentenwohnung ausgezogen in eine furchtbar erwachsene, aber wunderschöne Wohnung und wir sind Eltern eines wundervollen Sohnes geworden. Es war ein anstrengendes, ein aufregendes und wunderschönes Jahr und letztendlich auch der Grund, warum es hier 2017 recht ruhig war.

Und was hat das Ganze nun mit schlechten Angewohnheiten zu tun? Wir wohnen immer noch in Kiel, aber in einem Stadtteil, der schon eher dörflich ist. Man grüßt sich auf der Straße, schnackt mit den Nachbarn und überhaupt ist alles sehr beschaulich. In fußläufiger Nähe gibt es einen Imbiss und ein Stück weiter einen Bäcker,einen sehr guten Schlachter und einen Gemüsehändler. Kurz vor der Geburt unseres Sohnes sind wir hergezogen. Als es noch sommerlich war, haben wir nach Feierabend immer ein Eis auf der Terrasse gegessen und uns von unserem Tag erzählt, über Konstruktionsprobleme gesprochen und doofe Kollegen aufgeregt.

Als ich im Mutterschutz war, brachte mein Mann dann oft Berliner oder anderen Kuchen vom Bäcker mit, wenn er nach Hause kam. Und irgendwann fing ich an, kleine Kuchen zu backen. Immer sobald er zu Hause war, gab es also Kaffee und ein Stück Kuchen. Diese schlechte Angewohnheit haben wir beibehalten. Nach der Geburt futterten wir uns durch die Tiefkühlpalette der Supermärkte, dann wurden es wieder Kuchenstücke vom Bäcker und inzwischen schaffe ich es mit Hugu (das ist der Spitzname unseres Sohnes) im Tragetuch sogar wieder Kuchen zu backen.

Dieser Kuchen war der erste, den ich nach der Geburt gebacken habe, denn er gehört zu den Lieblingen meines Mannes. Er sieht zunächst etwas unspektakulär aus, aber er ist oberlecker und noch dazu schnell gemacht. Ich muss aber zugeben, dass ich das Rezept von meiner Schwiegermama gemopst habe. Der Boden schmeckt mit etwas Zimt herrlich nach gebrannten Mandeln und duftet so gut, wenn er im Ofen langsam braun wird. Auf den Boden kann man natürlich jedes Obst legen, das einem gefällt. Ich persönlich finde Kirschen am passendsten, geschmacklich passen sie toll zu den Mandeln.

Knusprige Hähnchenschenkel aus dem Ofen



Kennt ihr das auch? Ihr geht furchtbar hungrig zum Einkaufen, seid müde vom Tag und dann riecht ihr es: Herrlich würzig, knusprig, heiße Gockel. Ich finde den Geruch fast genauso verführerisch wie den Geruch von Jahrmärkten mit ihren gebrannten Mandeln und Zuckerwaren. Es fällt mir immer unheimlich schwer der Versuchung zu widerstehen, aber meistens schaffe ich das.

Jedes Mal denke ich jedoch: es muss doch einen Weg geben, dass man zu Hause genauso leckere würzige Hähnchen hinbekommt, wie es aus diesen Wagen riecht. Wir haben inzwischen so viel experimentiert, dass ich endlich bereit bin, das Rezept mit euch zu teilen. Wir haben verschiedenen Anleitungen angeschaut, Garzeiten verglichen, Schenkel vorgekocht oder es mal wieder ohne Vorkochen versucht.

Bei den Zutaten der Marinade habe ich alle Zutaten in Pulverform gewählt. Bei den ersten Versuchen habe ich noch frischen gepressten Knoblauch verwendet, jedoch ist dieser immer auf der Haut der Hähnchen verbrannt. Auch grobe Chiliflocken und zu grober Pfeffer neigen dazu, beim Backen zu dunkel zu werden.

Zu den Schenkeln schmecken am besten selbstgemachte Kartoffelspalten. Es funktioniert auch, wenn man diese parallel zu den Hähnchen im Ofen bäckt. Weil ich immer das Gefühl habe, dass ich dann nicht das gesündeste Mahl zu mir nehme, serviere ich dazu gern einen Salat. In diesem Fall gab es diesen Apfel-Möhren-Salat dazu, bei dem ich einen Teil der Möhren gegen eine kleine rohe Rote Bete ersetzt habe. Das sieht nicht nur farbenfroh aus, sondern ist auch gesund und lecker.

Rövenmus mit Sempstipp - Rübenmus mit Senfsoße



Rübenmus ist ein klassisches Gericht aus Norddeutschland. Meine Mutter hat es allerdings nie für uns zubereitet. Bei meiner Oma hingegen haben wir es dafür häufiger mal auf den Teller bekommen. Wenn ich ein Lieblingsgericht benennen müsste, dann wäre Rübenmus recht weit oben auf dem Siegertreppchen. Ich mag den würzigen Geschmack der Rübe, der übrigens ausreicht, um dieses Gericht auch ohne Fleisch äußerst schmackhaft zu machen.

Das besondere i-Tüpfelchen an dem Rübenmus meiner Oma war aber immer die einfache Senfsoße, die es dazu gab. Ob man nun mit seinem Mus immer mal wieder hinein stippt oder gleich alles mit der Soße vermischt, es ist unheimlich lecker.

Als ich ausgezogen bin, musste das Rezept für Rübenmus her. Also habe ich meine Oma besucht und sie danach gefragt. Da ich von ihr wirklich selten Rezepte im eigentlichen Sinne bekomme, also mit Mengenangaben und genauen Arbeitsschritten, habe ich auch dieses Mal nur eine grobe Erklärung erhalten. "Dor nimmst du n beten dorvon, aver nich to veel Wöddeln!" Die Tipps, die ich also mitgenommen habe, waren, dass man nicht zu viele Möhren nehmen soll, dass man das Fleisch nicht zu früh hinzugeben sollte und eine Anleitung, wie einfach man diese tolle Senfsoße zaubert.

Diese vermeintlich unpräzisen Tipps haben aber gereicht, dass ich seitdem Rübenmus kochen kann, so wie es mir am Besten schmeckt. Ein einfaches, würziges Rezept, das im Herbst und Winter der Seele schmeichelt.

Zimt-Nougat-Sterne



Auch wenn Weihnachten schon vorbei ist, konnte ich Euch diese köstliche kleine Leckerei nicht bis zum nächsten Weihnachten vorenthalten. Und schließlich soll es ja noch richtig kalt und winterlich werden.

Dieses Jahr gab es bei uns den Adventskalender eines schwedischen Möbelhauses. Toll fand ich, dass dort nicht diese günstige, mäßig leckere Schokolade enthalten war, die man sonst aus vielen erwerbbaren Adventskalendern kennt, sondern wirklich köstliche Pralinen. Eine davon hat es mir besonders angetan: die Zimt-Nougat-Sterne.

Zimt gehört sowieso zu meinen allerliebsten Gewürzen und schmeckt nicht nur im Winter. Diese kleinen Sterne sind einfach mal etwas anderes. Leider sind sie derzeit nicht käuflich zu erwerben. Also habe ich versucht, so etwas ähnliches hinzubekommen.

Ganz genau wie die aus dem Adventskalender schmecken sie zwar nicht, aber sie sind mindestens genauso lecker geworden. Das selbstgemachte Zimt-Nougat schmeckt einfach toll und mit dem Überzug aus weißer Kuvertüre wird das ganze optisch und geschmacklich abgerundet.

Heiße Zitrone



Winterzeit bedeutet auch oft Erkältungszeit und besonders zu Weihnachten möchte man ja eigentlich fit sein. Wenn man spürt, dass es anfängt in der Nase zu kribbeln, dann gibt es einige Hausmittelchen, um zu verhindern, dass die Erkältung ausbricht. Ob das hilft, das vermag ich nicht zu beurteilen. Aber vielleicht schmeicheln diese Dinge ja auch einfach nur der Seele.

Als ich noch in der Schule war, da gab es in der Apotheke ein Pulver, das man mit heißem Wasser anmischen konnte und schwupps, entstand eine heiße Zitrone. Diese war auch wirklich ganz lecker. Doch einmal, wir wollten eine Schülerband gründen, waren wir mit mehreren bei einem Schulkameraden zu Hause. Seine Eltern haben einen Bauernhof und seine Mutter ist eine kleine Küchenfee.

Wir saßen in deren Wohnzimmer und besprachen unsere Bandzusammensetzung. Leider konnten die meisten von uns überhaupt kein Instrument spielen. Der besagte Klassenkamerad und ich konnten ein bisschen Gitarre spielen und dann hatten wir noch einen anderen Mitschüler, der unheimlich toll Schlagzeug spielte. Das Ende vom Lied war dann, dass alle Mädchen fasziniert um diesen Drummer herumsaßen und ihn anschmachteten, während er ein Solo nach dem anderen hinlegte. Damit war unsere Band dann auch schon Geschichte.

Meine beste Freundin von damals hatte aber Halsschmerzen und fühlte sich nicht gut. Die Mutter meines Klassenkameraden bekam das zufällig mit und fünf Minuten später hatte jeder von uns einen großen Becher mit heißer Zitrone in der Hand. Natürlich nicht aus Pulver, sondern aus echten Zitronen. Auch wenn der Rest von uns gar nicht krank war, es war die beste heiße Zitrone, die ich je getrunken habe.

Seitdem benutze ich keine Pülverchen aus der Apotheke mehr. Ob das gesünder ist, vermag ich nicht zu sagen, aber ich bilde mir ein, dass alles, was aus frischen Zutaten zubereitet wird, irgendwie besser ist.

Falls ihr euch also krank fühlt oder einfach nur Lust auf dieses heiße Getränk habt, schnappt euch schnell ein paar Zitronen und genießt es.