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Granola mit Honig - ohne Zucker

Eigentlich habe ich an materiellen Dingen fast alles, was ich brauche. Sicherlich habe ich auch noch Wünsche, aber meist sind das größere Anschaffungen, die mir niemand wirklich gut schenken kann. Zu meinem letzten Geburtstag habe ich mir daher "Verbrauchbares" gewünscht: eine schöne Seife zum Duschen, Mandelmus oder einen leckeren Bio-Schoko-Haselnussaufstrich, der so teuer ist, dass ich ihn mir selbst selten gönne.

Meine Tante brachte mir ein Glas selbst gemachtes Granola mit und das war so lecker, dass ich sie direkt um das Rezept bat. Wir essen dieses Granola oft zum Frühstück. Jeder bekommt ein kleines Schälchen griechischen Joghurt und als Topping etwas von dem Granola.

Es ist super lecker und schnell gemacht. Hier also das Rezept für euch:

Sonnenblumenaufstrich mit Knoblauch und Zwiebeln



Unser kleiner Hugu bekommt bald ein Geschwisterchen! Während ich am Anfang der Schwangerschaft richtigen Fleischhunger hatte, ist dieses Bedürfnis im Laufe der Zeit etwas abgeflacht. Weil wir aber unglaublich gern Frühstücken, fehlte mir irgendwann die Vielfalt. Auch auf Käse hatte ich bald keine Lust mehr und so gehörten oft geschnittene Tomaten, zerdrückte Avocado oder dieser Tomatenaufstrich zu meinen Lieblings-Brötchen-Belagen.

Ich experimentierte zwar immer mal wieder mit anderen vegetarischen oder veganen Aufstrichen, jedoch konnte ich kein weiteres Rezept besonders vom Hocker hauen. Vor ein paar Tagen war aber die liebe Freundin, von der ich bereits die Inspiration für die anderen Aufstriche bekommen habe, zum Frühstücksbesuch da und hatte wieder einen oberleckeren selbstgemachten Aufstrich dabei. Er schmeckte richtig schön würzig und erinnerte irgendwie ein wenig an Frischkäse mit Kräutern. Sie erzählte mir grob, was darin war und ein paar Zutaten konnte ich auch so herausschmecken.

Ein paar Tage später hatten wir Frühstücksbesuch von der Familie und ich liebe es, eine Aufstrichvielfalt zu kredenzen. Dazu wollte ich mich auch zum ersten Mal an dem Sonnenblumenaufstrich versuchen. Was soll ich sagen? Mit etwas Herumprobieren habe ich einen ganz leckeren Aufstrich zaubern können. Zu meiner Überraschung kam der Aufstrich bei unseren Gästen richtig gut an. Sie fragten, was darin sei, aber ich konnte es nur so grob wiedergeben. Jetzt habe ich den Aufstrich erneut gemacht und mir ganz genau die Mengen notiert. Mir schmeckt er so auf jeden Fall richtig lecker und wird in mein Standard-Repertoire für Aufstriche wandern.

Tomatenaufstrich mit Mandeln



In dem Post über das Gewürz-Paté hatte ich bereits über den Besuch einer lieben Freundin und ihre leckeren selbstgemachten Aufstriche geschrieben. Während der erste ein absoluter Knaller war, glänzte dieser hier irgendwie erst im Nachhinein und jetzt kann ich gar nicht genug davon bekommen.

Dieser Tomatenaufstrich schmeckt fruchtig tomatig und die Mandeln geben eine feine Note. Ich mag ihn am liebsten mit Knoblauch und Oregano, dann sehne ich mich nach Italien.

Ich habe den Aufstrich jetzt schon oft gemacht und das Original - Rezept etwas angepasst. Bei der Zubereitung ist mir aufgefallen, dass es sehr darauf ankommt, was man für ein Tomatenmark verwendet. Das normale aus dem Supermarkt ist oft dreifach konzentriert und zusätzlich mit Salz versetzt. Es schmeckt viel zu intensiv für diesen Aufstrich. Richtig gut schmeckt es mit Bio-Tomatenmark. Ich habe davon bisher nur zweifach konzentriertes gefunden, aber mit einfachen soll es am besten schmecken.

Ich mag es gern, wenn Tomatengerichte einen Hauch Süße haben, deswegen hat eine Dattel den Weg ins Rezept gefunden und unterstützt den fruchtigen Geschmack. Wenn ihr keine Datteln da habt, könnt ihr auch etwas Zucker nehmen oder die Süße ganz weg lassen.

Das Rezept eignet sich auch super für Breifrei-Babys und kleine Kinder. Für Babys bitte nur raffiniertes Öl verwenden und nach belieben den Knoblauch weg lassen, wenn euer Kind das nicht so gut verträgt.

Avocado-Creme mit Schmand und rosa Pfeffer



Momentan mag ich es besonders gern, beim Sonntagsfrühstück Avocado auf mein Brötchen zu manschen, Salz und Pfeffer drüber, leeecker!

Als wir neulich bei meiner Cousine zum Abendbrot waren, hat sie für unsere Breifrei - Babys Avocado mit Schmand vermischt. Ich habe das auch probiert und fand die Mischung mit Schmand überraschend lecker.

Zu Hause habe ich das gleich selbst einmal nachgemacht und für die Erwachsenen - Variante noch etwas zerstoßenen rosa Pfeffer und Salz hinzufügt. Das zarte Grün und das Pink des Pfeffers sind nicht nur optisch ansprechend, sondern harmonieren auch geschmacklich toll.

Rosa Pfeffer schmeckt übrigens nicht scharf, sondern fast ein bisschen süßlich. Es ist auch gar kein echter Pfeffer, sondern es sind Beeren. Wenn ihr keinen rosa Pfeffer zur Hand habt, könnt ihr das Ganze auch mit grobem normalen Pfeffer würzen, dann natürlich nicht die gleiche Menge, sondern etwas weniger.

Gewürz-Paté - veganer Aufstrich mit Champignons



Vor einiger Zeit hatten wir Besuch zum Abendbrot von einer lieben Freundin. Diese beschäftigt sich schon sehr lange mit dem Thema Ernährung und isst sehr bewusst, vollwertig und vegan. Sie bot an, Brot und Aufstriche zum Abendbrot für alle mitzubringen und wir nahmen dies gern an.

Wir bekamen jeder ein total leckeres selbstgebackenes Brot geschenkt, liebevoll verziert und für Hugu sogar in Sternenform. Dazu gab es zwei Aufstriche, eine Art vegane Leberwurst und einen Aufstrich mit Mandeln und Tomaten.

Ich liebe ja eine Brotzeit. Ich mag total gern Frühstück, Brunch oder Abendbrot ausrichten, wenn ich Zeit habe, am liebsten mit selbst gebackenen Brötchen oder Brot und Aufstrichen. Gerne richtig unterschiedliche Dinge und kleine Brötchen, sodass man sich durch alles durchprobieren kann.

Richtig vom Hocker gehauen hat uns der Aufstrich mit Champignons. Den Namen "Vegane Leberwurst" hat der Aufstrich eigentlich gar nicht verdient. Ich finde es auch immer blöd, eine "fleischige" Entsprechung zu finden. Der Aufstrich hat so viele leckere Geschmacksnuancen und ist richtig schön würzig. Sogar mein Mann, der eigentlich am liebsten Fleischaufschnitt auf seine Brötchenhälfte legt, konnte von dem Aufstrich gar nicht genug bekommen und wir haben uns sogar um den letzten kleinen Rest am nächsten Tag gekloppt.

Natürlich habe ich nach dem Rezept gefragt. Leider habe ich es auch jetzt immer noch nicht 100%ig wieder so hin bekommen, wie den Aufstrich der lieben Freundin. Aber gefühlt schmeckt er auch jedes Mal ein bisschen anders, je nachdem, woher ich die Champignons oder Walnüsse habe. Aber so oder so schmeckt er immer richtig lecker und selbst Hugu löffelt schon bei der Zubereitung in der Schüssel herum und schleckt sich die Finger.

Minimal abgewandelt habe ich den Aufstrich dann doch. Und eine Herausforderung ist es, das richtige Wildgewürz zu finden. Davon gibt es je nach Hersteller so unterschiedliche Zusammenstellungen, dass der Aufstrich sicher immer anders schmeckt. Wir haben uns eine Gewürzmischung ausgesucht, deren Zutaten uns am besten gefallen haben.

Förtchen



Förtchen sind ein traditionelles Norddeutsches Rezept. Tatsächlich kenne ich es aber gar nicht aus meiner Kindheit, denn meine Mutter hat sie nie für uns gebacken und auch meine Oma leider nicht. Aber meine Mutter kennt die kleinen Küchlein, die auch Kugelpfannkuchen genannt werden, aus ihrer Kindheit. Denn ihre Mutter hat diese früher für sie gemacht.

Ich weiß gar nicht mehr, zu welchem Anlass es war, aber eines Tages schenkte meine Mutter mir eine Förtchen-Pfanne. Die ist klein und rund, gusseisern und wirklich schwer und hat sieben kleine halbkugelförmige Mulden. Weil sie so gute Erinnerungen an die Förtchen hatte, wollte sie mich daran teilhaben lassen. Und natürlich bin ich immer neugierig auf unbekannte Gerichte.

Das Rezept bekam ich mit dazu. Gleich beim ersten Versuch hat alles hervorragend geklappt. Lediglich das drehen der Halbkugeln musste ich ein wenig üben. Am besten klappt es bei mir mit einer dünnen Stricknadel. Damit kann man die kleinen Teigkugeln wirklich schnell drehen, ohne sie sehr zu zerstören. Aber welches die beste Art für euch ist, müsst ihr ausprobieren.

Am besten schmecken die Förtchen, wenn sie innen noch ein ganz kleines bisschen matschig, aber nicht mehr flüssig sind. Das gelingt am besten, wenn ihr die Herdplatte auf die mittlere Temperaturstufe einstellt.

Mir schmecken die Förtchen am besten mit Puderzucker, aber auch mit heißen Kirschen oder sogar Pflaumenmus schmecken sie wirklich toll.

Mohnbrötchen mit grobem Salz



In anderen Ländern gibt es ja immer ganz anderes Gebäck. Auch wenn Dänemark gar nicht so weit weg ist, bekommt man dort doch ganz anderes Brot und Brötchen als Schleswig-Holstein.

In einem anderen Beitrag hatte ich schon einmal erzählt, dass Mohnbrötchen mit Nutella für mich einer der prägendsten Geschmäcker im Dänemark Urlaub waren, denn sowohl Mohnbrötchen (die für mich irgendwie zu Dänemark dazu gehören) als auch Nutella waren auf dem Camping-Platz immer mit dabei.

In unserem letzten Urlaub wurde ein gaaanz großes Glas Nutella weggefuttert und auch die Mohnbrötchen fehlten an fast keinem Tag. Dieses Mal kamen allerdings Mohnbrötchen dazu, die ich vorher überhaupt gar nicht kannte: Mohnbrötchen mit grobem Salz. Während normale Mohnbrötchen für mich die perfekte Unterlage für süße Aufstriche, wie Marmelade oder Honig sind, konnte ich mir Mohn mit Salz nicht so richtig vorstellen. Tatsächlich ist das aber eine unheimlich leckere Variante.

Vielleicht kennt ihr diese Sorte ja schon längst, vielleicht habt ihr aber auch Lust, diese Variante einmal auszuprobieren. Bei uns landen die Brötchen auf jeden Fall auf dem Frühstückstisch.

Käse-Kürbiskern-Brötchen



Eigentlich hole ich mir selten etwas vom Bäcker, weil ich vieles recht teuer und qualitativ oft nicht so toll finde. Da denke ich immer: das bekommt man selbst doch viel besser hin. Manchmal bin ich aber unterwegs und war zu faul mir zu Hause etwas zu Essen zu machen oder vielleicht habe ich auch einfach nichts mitnehmbares eingekauft. Dann freue ich mich, wenn ich irgendwo einen Bäcker finde, der Käsebrötchen mit Kürbiskernen im Angebot hat.

Klar, Käsebrötchen sind eine super Sache. Der Käse ist würzig und wenn man Glück hat, bekommt man ein Brötchen, das gaaaanz viel zerlaufenen Käse am Rand hat. Schon in der Grundschule fand ich Käsebrötchen toll und auch später auf der weiterführenden Schule waren Käsebrötchen eine heiß begehrte Ware am Kiosk in der großen Pause. Dann habe ich meine letzten Centstücke zusammengesucht und wenn ich Glück hatte, war genug dabei um ein Brötchen zu erstehen.

Aber irgendwann war der Zeitpunkt erreicht, da gab es in immer mehr Bäckereien Käse-Kürbis-Brötchen. Kürbiskerne find ich super. Bei unseren Nachbarn früher gab es sie (gefühlt) recht oft zum Naschen. Ich habe die Dinger geliebt.

Die Kombination aus Kürbiskernen und Käse ist für mich also ein absoluter Hochgenuss. Wenn ich die Wahl habe, zwischen einem Käse- und einem Käse-Kürbis-Brötchen, dann wähle ich auf jeden Fall das mit den Kürbiskernen! Weil die Bäckerei bei uns gegenüber leider überhaupt keine qualitativ schönen Brötchen hat, habe ich einfach mal probiert, ob selbstgemachte Käse-Kürbis-Brötchen auch so schmecken, wie die bei den guten Bäckereien. Mit dem Ergebnis bin ich sehr sehr glücklich, denn die Brötchen schmecken toll und sind sogar am nächsten Tag zur Arbeit noch prima mitnehmbar.

Cheese-Oregano-Brötchen



Momentan liebe ich es, wenigstens sonntags frische Brötchen zu backen. Der Bäcker bei uns gegenüber macht leider furchtbar schlechte Brötchen und die Aufbackbrötchen, die mir gut schmecken, sind meist recht teuer. Seit das Brötchenbacken aber so gut klappt, macht es auch richtig Spaß, immer wieder neue Varianten zu probieren und die Oberfläche mit verschiedenen Mustern zu verzieren.

Meistens gibt es bei uns "normale" Brötchen, weil sie einfach gut zu allen Belägen schmecken. Ob süße Marmeladen oder herzhafter Käse, mit einem neutralen Brötchen kann man da wenig falsch machen. Aber meistens gibt es für jeden auch noch ein oder zwei Brötchen in einer anderen Variante. Meist ist das Mohn oder Sesam, davon habe ich immer etwas im Hause.

Als ich aber heute die Schublade aufzog, in der sich der Sesam befindet, fiel mein Blick auf den getrockneten Oregano. Schnell war eine Idee in meinem Kopf geboren. Eigentlich ist es ja auch keine neue Idee, denn wer kennt sie nicht, die beste Brotsorte einer bekannten Sandwich-Fastfoodkette? Genau, Cheese-Oregano! Pizzabrötchen hatte ich damit auch schon oft belegt, aber noch nie normale Brötchen. Aber warum sollte das nicht klappen?

Zufällig haben wir eigentlich auch immer ein Stück frischen Parmesan im Kühlschrank und so habe ich einfach schnell etwas davon gerieben, mit dem Oregano vermischt und ein paar der Brötchen darin gewälzt. Schon beim Backen verströmen die Brötchen einen unheimlich tollen Duft und sahen nach dem Backen sogar noch viel besser aus, als ich es von den Pizzabrötchen gewohnt war. Geschmacklich haben sie mich auch überzeugt: sie sind herrlich würzig.

Weil ich allgemein oft das Problem hatte, dass die Kruste der Brötchen oben zwar perfekt war, sie aber unten schon fast schwarz geworden sind, habe ich mir jetzt ein Brötchenbackblech mit Perforation zugelegt. Ich muss sagen, dass ich sehr begeistert davon bin. Die Brötchen lösen sich super und haben unten dann genau so eine schöne, leicht bräunliche Kruste wie oben. Wenn ihr also öfter Brötchen backt oder vielleicht auch Lust auf andere frisch gebackene Brote habt, ist diese Anschaffung wirklich eine Überlegung wert. Angeblich sollen auch Cookies und Pizza darauf gut gelingen.

Würziger Erdnuss-Dip



Am letzten Wochenende durfte ich bei einem Seminar einen ziemlich leckeren Dip kennenlernen. Dieser wurde zum Frühstück serviert und ich mochte ihn zunächst gar nicht probieren, weil ich mit Erdnuss und Frühstück immer etwas Süßes verbinde. So etwas wie Marmelade auf Erdnussbutter, was ich nicht so richtig gern mag.

Probiert habe ich ihn dann aber doch, weil ich mich durch alle Dips einmal durchschmecken wollte. Er mauserte sich dann sogar zu meinem Lieblingsdip, denn süß war er überhaupt nicht, sondern richtig schön würzig. Durch ein paar Chiliflocken bekommt er sogar einen Hauch Schärfe und schmeckt nicht nur toll zu frischen Gemüsesticks sondern auch total lecker als Brotaufstrich.

Der Erdnussgeschmack kommt hierbei von einer Erdnusscreme, welche in Bioläden oder gut sortierten Supermärkten zu finden sind. Ich weiß nicht genau, ob es auch mit Erdnussbutter funktionieren würde, vielleicht wäre der Dip dann insgesamt flüssiger, das müsste mal erprobt werden.

Zu Hause habe ich den Dip jedenfalls gleich nachgemacht und dabei etwas abgewandelt, so dass er mir noch etwas besser schmeckte. Besonders jetzt an warmen Tagen finde ich es toll, frisches Gemüse hineinzutunken. Man kann den Dip gut mit zu einem Picknick oder aber auch als Snack mit ins Büro nehmen.

Mohnbrötchen


Ich bin mit einer unheimlich lieben und tollen Familie gesegnet. Nicht nur mein engster Kreis, sondern auch mit meinen Tanten, Onkels, Cousinen und Cousins haben wir einen ganz besonderen Zusammenhalt. Auch wenn wir uns nicht oft sehen, besteht meine Familie für mich nicht einfach aus Personen, die man eben an Feiertagen trifft, sondern sie sind allesamt besondere Freunde für mich. Jeder einzelne Charakter hat seine ganz eigenen liebenswerten Eigenschaften.

Als wir, mein Bruder, meine Cousinen und Cousins, noch klein waren, haben wir oft auch die Ferien zusammen verbracht. Ob wir nun einfach den Sommer in unserem "Heimatdorf" verbracht haben, Höhlen im Heu gebaut, gegrillt, Feuer oder den örtlichen Spielplatz unsicher gemacht haben, es war immer unheimlich toll zusammen.

Einige Male sind wir aber auch allemann nach Dänemark gefahren. Am Anfang waren wir häufig auf Camping-Plätzen, mit großen Zelten und später haben wir uns Häuser mit Innenpool gemietet. Daran habe ich eigentlich nur positive Erinnerungen, auch wenn wir in einem Jahr mit Zelt z.B. im Regen davon geschwommen sind. Aber mein Bruder und ich haben das beste daraus gemacht. Mit unserem Luftmatratzen sind wir im vollgelaufenen Zelt wie auf Flößen herumgepaddelt, während unsere Eltern hektisch unsere Sachen in Sicherheit gebracht haben.

Es gibt einen Geschmack, der mich immer und egal wo ich ihn schmecke, an Dänemark und diese Urlaube erinnert. Und das sind Mohnbrötchen mit Nutella. Nutella gab es bei uns normalerweise eigentlich gar nicht. Nicht einmal, weil wir nicht gedurft hätten, sondern einfach, weil wir so ein Glas nie leer bekommen haben. Manchmal hatte meine Mutter eines gekauft. Dann wurde etwas daraus gefuttert und nach einigen Monaten wurde es in irgendeiner Ecke gefunden und war nicht mehr ansehnlich. Aber im Urlaub in Dänemark gab es Nutella und da wurde es auch gegessen. Das Highlight dazu waren Mohnbrötchen und immer wenn ich diese Kombination schmecke, legt sich in meinem Hirn ein Schalter um, sodass ich sofort die Bilder von diesen Urlauben im Kopf habe.

Heute kommen die Mohnbrötchen in einem ganz besonderen Gewand zu euch, denn weil das mit dem Brötchen backen in letzter Zeit sehr zufriedenstellend klappt, habe ich mir endlich Zubehör besorgt: Brötchenstempel. Besonders toll fand ich einen mit Spiralmuster, der diese Brötchen zu einem tollen Hingucker macht. Bei uns sind diese Brötchen heute auf dem Ostertisch gelandet. Natürlich mit einem ordentlichen Glas Nutella.

Ich wünsche euch frohe Ostern!

Roggenbrötchen ohne Sauerteig



Momentan freue ich mich immer, wenn am Sonntag noch überhaupt nichts ansteht. Wenn wir einfach spontan entscheiden können, worauf wir Lust haben. Weil die Geschäfte ja meist sowieso geschlossen haben und wir auch sonst nichts geplant haben, strahlt der Sonntag für mich eine unheimliche Ruhe aus, mehr zumindest als der Samstag.

Durch das sehr frühe Aufstehen während meiner Arbeitswoche, kann ich diesen Rhythmus auch am Wochenende schwer ablegen. Zwar wache ich nicht ganz so früh auf, aber meistens doch so zwischen sechs und sieben und bin dann total ausgeschlafen. Weil mein Lieblingsmensch es irgendwie schafft, auch locker 11 oder 12 Stunden durchzuschlafen, stehe ich dann gern schon einmal auf, bewege mich in die Küche und vergrabe meine Hände in einem leckeren Brötchenteig. Ganz in Ruhe, ohne Hektik, genieße ich es, ein leckeres Frühstück vorzubereiten.

Eigentlich mögen wir am liebsten helle Brötchen. Ich finde, dass die einfach zu jeder Art Aufschnitt oder Aufstrich passen. Sie sind so herrlich vielseitig. Aber ich mag auch gern etwas kräftigere Brötchen. Mein aktuelles Lieblingsrezept für helle Brötchen habe ich ja schon mit euch geteilt, aber auf der Suche nach einem schönen Rezept für Roggenbrötchen bin ich bisher gescheitert.

Gefunden habe ich nun aber ein relativ einfaches Rezept, das ich etwas abgewandelt und der Zubereitung der hellen Brötchen angepasst habe. Sicherlich ist das nicht ganz richtig und einige würden vielleicht die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber ich muss sagen, dass ich mit dem Ergebnis sogar recht zufrieden bin.

Die Krume ist etwas fester als bei den hellen Brötchen, aber immer noch luftig und feinporig, keinesfalls unangenehm. Der Geschmack etwas kräftiger, roggenmäßig eben. Mit relativ wenig Aufwand und einfachen Zutaten bekommt man so auf jeden Fall leckere Frühstücksbrötchen.

Brötchen mit knackiger Grießkruste



Ich liebe Brötchen mit schöner Kruste und zumindest gekauft mag ich auch die besonders gern, die eine Grießkruste haben. Von dem Teig für die Zimtbrötchen war ich so begeistert, dass ich damit etwas herumexperimentiert habe.

Natürlich braucht der Teig auch bei diesem Rezept wieder etwas Zeit und Geduld und eignet sich daher perfekt für Frühaufsteher oder Spätfrühstücker. Ich finde es jedenfalls faszinierend, dass gar nicht die Zutaten das Geheimnis eines guten Brötchens sind, sondern vielmehr der Umgang mit dem Teig. Jedes Mal, wenn man den Teig wieder knetet, fühlt er sich noch besser in den Händen an und sobald man die Teiglinge abteilt und formt, fühlt man richtig, wie luftig und schön die Brötchen schon geworden sind.

Dieses Mal habe ich die Brötchen in Hartweizengrieß gewälzt und mit dem Schluss nach oben auf das Backblech gesetzt. Dadurch, dass die "Nahtseite" nun oben (anstatt wie bei den Zimtbrötchen unten) ist, platzt die Kruste etwas schöner auf und wird etwas knuspriger.

Die Brötchen schmecken recht neutral, was ich toll finde, um verschiedene Aufstriche und Beläge zu probieren. Nicht nur für herzhaften Aufschnitt, sondern auch für Marmelade und andere süße Dinge sind sie perfekt geeignet. Die Mühe hat sich auf jeden Fall gelohnt und wir durften am vergangenen Wochenende sogar zwei Mal diese frischen Brötchen genießen.

Thunfischsalat als Aufstrich



Wieder einmal hab ich ein Rezept für euch, das ich meinem Liebsten geklaut habe. Es ist aber auch furchtbar einfach und unheimlich lecker. Eigentlich war ich nie der große Thunfisch-Fan und schon gar nicht aus der Dose. Aber ich wurde eines Besseren belehrt.

Dieser Aufstrich schmeckt richtig schön würzig. Wenn wir gemütlich frühstücken wollen oder Besuch zum Brunch haben, landet der Thunfischsalat oft auf dem Tisch und wird viel gelobt. Er eignet sich für alle, die morgens gern etwas Herzhaftes essen.

Wir haben diesen Aufstrich auch an diesem Sonntag wieder genossen. Dazu gab es selbstgebackene frische Brötchen mit toller Kruste. Das Rezept für die Brötchen wird noch nachgereicht.

Frischkäse mit Purple Curry



Ich bin immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Geschmäckern und besonderen Gewürzen. Beim Stöbern ist mir das Purple Curry in die Hände gefallen. Bisher sind mir viele Currymischungen in allen Farben untergekommen, aber nicht in diesem hübschen Violett.

Ich habe überlegt, was ich tolles daraus machen könnte. Es in irgendein einfaches Currygericht zu streuen war mir dann doch zu schade für dieses besondere Gewürz. Da ich immer schon einmal Frischkäse selbst machen wollte, war dies die perfekte Gelegenheit, diesen mit Purple Curry zu verfeinern.

Schon beim Öffnen der Gewürzdose riecht das Curry unheimlich toll und intensiv und genauso lecker schmeckt es auch. Durch den Schwarzkümmel, der noch zum Frischkäse hinzu kommt, erhält der Aufstrich eine orientalische Note. Und nicht zu vergessen die wunderhübsche Farbe, die den Käse zu etwas ganz Besonderem macht.

Zimtbrötchen



Diese etwas anderen Brötchen eignen sich toll für ein spätes Frühstück am Sonntag oder aber für Leute, die auch am Wochenende absolute Frühaufsteher sind und Lust haben schon am frühen Morgen ihre Hände in einem Teig zu versenken. Denn die Zubereitung benötigt etwas Wartezeit und liebevolle Teigpflege.

Ich muss zugeben, die Idee für diese Brötchen stammt nicht von mir, sondern von meinem Lieblingsmenschen. Denn der kennt diese Art von Brötchen von zu Hause und manchmal am Wochenende, wenn wir zu faul für ein pompöses Frühstück waren, haben wir gekauften Brötchenteig genommen, die Teiglinge in Zimt und Zucker gewälzt und nur mit Butter bestrichen noch warm gefrühstückt.

Die Idee mit der Zimt-und-Zucker-Kruste fand ich aber so toll, dass ich mir vorgenommen hatte, diese Brötchen einmal komplett selbst zu machen. Der Teig ist zwar benötigt zwar etwas Aufmerksamkeit, aber die Geduld hat sich wahrlich gelohnt. Denn herausgekommen sind leckere Brötchen mit toller Krume und die Kruste ist genauso, wie ich sie mir gewünscht hatte.

Crêpes



Das Leibgericht vieler Kinder und solcher, die es einmal waren, sind Pfannkuchen. Tatsächlich konnte ich Pfannkuchen auch schon als Kind nicht besonders viel abgewinnen. Als Hauptspeise waren sie mir immer viel zu süß. Zu Hause aßen wir sie mit Zimt und Zucker oder Apfelmus.

Als wir einmal bei einer Freundin meiner Mutter waren, bekamen wir selbstgemachte Crêpes serviert. Crêpes hatte ich zuvor nie gegessen, ich glaube auch deswegen, weil sie einfach noch nicht so bekannt waren. Auf unseren Jahrmärkten gab es sie zumindest nicht. Obwohl ich zugeben muss, dass diese Märkte auch nicht besonders groß waren.

Diese neue Art von Pfannkuchen fand ich jedenfalls ausgesprochen lecker und wir bekamen sogleich das Rezept ausgehändigt. Seitdem mache ich die Crêpes nach genau diesem Rezept und finde, dass sie denen, die ich inzwischen woanders gegessen habe, in nichts nachstehen.

Zum Mittag- und Abendessen mag ich aber immer noch nicht besonders gern etwas Süßes essen, daher gibt es die Crêpes meist an einem Wochenende zum Frühstück oder wenn kaum mehr etwas im Haus ist und wir keine Lust haben einzukaufen. Seit mein Liebster eine tolle Crêpe-Pfanne mit in den Haushalt eingebracht hat, macht das Zubereiten noch viel mehr Spaß.

Am liebsten esse ich die Crêpes einfach nur mit Zimt und Zucker, aber natürlich kann man sie nach Herzenslust mit allem belegen, wonach einem der Sinn steht.

Heißewecken



Irgendwie können ja fast alle Omas sehr gut kochen und backen. Selbst diejenigen, die ich kennengelernt hab, die eigentlich überhaupt nicht gern in der Küche stehen, servieren erstklassige Speisen.

Omas Küche verbinden viele mit ihrer Kindheit. Und das ist auch bei mir so, obwohl ich gar nicht so oft bei meiner Oma gegessen habe. Aber egal, was sie auch zubereitet hat, ich glaube, es gab nichts, was mir bisher nicht geschmeckt hat. Manche Dinge gibt es, die schmecken einfach nur bei Oma richtig. Obwohl man zum Beispiel das genaue Pfannkuchenrezept von ihr bekommen hat, werden sie einfach nicht genau so wie bei ihr. Ich weiß nicht, woran das liegen mag. Vielleicht weil Omas Dinge nicht mit aufschreiben, die für sie ganz selbstverständlich sind. Oder sie haben eine Geheimzutat. Vielleicht ist es auch einfach nur viel Liebe.

Gerichte, die nur dann richtig schmecken, wenn sie wie bei Oma sind, gibt es für mich viele. Eines davon sind Heißewecken. Meine Mutter hat sie nie gebacken, aber bei meiner Oma bekamen wir sie manchmal zum Kaffee. Heißwecken sind ein sehr traditionelles Hefegebäck mit Rosinen. Eigentlich mag ich Rosinen nicht besonders gern, aber bei diesen Wecken sind sie genau richtig verteilt. Am allerbesten schmecken die Wecken, wenn sie frisch aufgebacken und ein kleines bisschen abgekühlt sind, sodass man sie gut mit etwas Butter bestreichen kann.

Ich habe schon oft probiert diese Wecken zu backen. Aber sie wurden nie wie bei Oma. Nun habe ich sie einfach einmal genau nach ihrem Rezept gefragt. Et voilà, es hat geklappt!

Champignon-Aufstrich mit frischer Hefe



Unsere Nachbarn in dem winzigen Ort, in dem ich die ersten Jahre meines Lebens verbrachte, hatten, welch ein Glück, auch Kinder in unserem Alter (uns = mein Bruder und ich), mit denen wir häufig spielten.

So waren wir irgendwann eine 8er Bande, mit der wir die tollsten Dinge erlebten. Wir besuchten einander, wir spielten gemeinsam draußen, wir schauten zusammen Sesamstraße um dann (es kamen im Anschluss nur langweilige Erwachsenen-Sendungen) wieder unser zuvor unterbrochenes Spiel aufzunehmen. Und was besonders wichtig war: wir aßen oft zusammen. Zumindest fühlt es sich heute so an, als hätten wir ständig gemeinsam Abendbrot gegessen. Ich glaube, häufig waren alle bei uns inklusive der Eltern. Aber daran kann ich mich kaum erinnern. Viel mehr erinnere ich mich an die Abende, an denen wir bei den anderen beiden Familien gegessen haben, schließlich kamen da auch mal ganz andere Sachen auf den Tisch.

Bei einer unser Nachbarfamilien gab es oft eine Champignonpastete aus dem Reformhaus. Oh, wie habe ich dieses Zeug geliebt. Dazu gab es eine Scheibe Vollkornbrot. Ehrlich, ich hätte mich reinsetzen können. Immer, wenn ich das wieder esse, muss ich an die Zeit denken. Daran, wie die Küche bei unseren Nachbarn roch, wie sich der Boden anfühlte, wo ich gesessen habe und wie ich mir die Postkarten und Bildchen auf ihrer Pinnwand über dem Küchentisch angeschaut habe.

Dieser Aufstrich ist jedoch leider relativ teuer. Aber es gibt ja fast nichts, was man nicht auch selbst machen könnte. Ich muss zugeben: genau wie diese Champignonpastete schmeckt dieses Rezept leider nicht. Aber es schmeckt mindestens genauso lecker.

Hummus



Was tut man, wenn zu seinem Geburtstag ein unheimlich lieber Überraschungs-Übernachtungsgast kommt, welcher aber der einzige Veganer in der Runde ist und man nicht einmal für das eigene Frühstück besonders gut vorgesorgt hat? Im ersten Moment natürlich riesig freuen, dass dieser von weit hergereiste Gast da ist. Und im zweiten Moment Sorgen machen, dass er nicht genug zu essen bekommt.

Zum Einkaufen war es zu spät und am nächsten Morgen war Sonntag. Ich habe immer Eier, Zucker, Mehl und Milch im Haus. Daraus kann man tolle Dinge zaubern. Auch Cornflakes und Müsli sind vorhanden, genauso wie irgendetwas an Aufschnitt und Brot. Nur wirklich viel tolles Veganes, was bestenfalls nicht nur süß ist, das war zumindest an diesem Abend nicht zu finden. Die ganze Zeit über habe ich immer wieder überlegt, was ich wohl zum Frühstück kredenzen könnte.

Am Sonntag Morgen wurde ich früher wach als alle anderen Schlafenden um mich herum und bemühte halb verschlafen das Internet. Doch weder hatte ich einen Milchersatz im Haus, mit dem man Pancakes hätte machen können, noch hatte ich Bananen, die in vielen anderen Rezepten vorkamen. Ich war ratlos.

Doch dann fiel mir ein, dass ich vor nicht allzu langer Zeit eine Dose Kichererbsen gekauft hatte, weil ich unbedingt einmal Hummus ausprobieren wollte. Bisher war ich nur noch nicht dazu gekommen. Also schnell nach Rezepten gesucht, die besten Zutaten ausgewählt und ab in die Küche zum Ausprobieren. Mit Esslöffeln und Teelöffeln habe ich mich dann an eine Gewürzmischung herangefunden, die ich wirklich lecker fand. Und so wurde zum Frühstück der Rest der Meterbrote aufgebacken und dieses Hummus serviert. Ich hoffe, dass es meinem Überraschungs-Übernachtungsgast geschmeckt hat. Ich fand es jedenfalls sehr lecker und habe es im Laufe des Tages fast ganz aufgenascht. Und ich war heilfroh, dass ich einen würzigen veganen Aufstrich auf den Tisch bringen konnte.